Dienstag, 29. September 2026
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Eliasch als FIS-Präsident: Ein Kandidat ohne Chance für Swiss-Ski

Die Wahl von Johan Eliasch zum FIS-Präsidenten wirft Fragen auf. Swiss-Ski hat klare Bedenken, die eine Wahl unwahrscheinlich machen.

Von Julia Hoffmann28. Juni 20261 Min Lesezeit

MÜNCHEN, 28. Juni 2026 — Eigener Bericht

Wenige Fragen sind in der Sportwelt so umstritten wie die Kandidatur von Johan Eliasch zum Präsidenten des Internationalen Ski-Verbandes (FIS). Viele gehen davon aus, dass seine Wahl unweigerlich auch seiner Schweizer Heimatorganisation, Swiss-Ski, zugutekommen würde. Diese Annahme könnte jedoch irreführend sein, da Eliaschs Chancen auf eine Wahl in den Schweizer Verband eher gering erscheinen.

Komplexität der Situation

Ein Grund für diese Skepsis ist die Diskrepanz zwischen Eliaschs Vision für die FIS und den spezifischen Bedürfnissen von Swiss-Ski. Während Eliasch möglicherweise eine global orientierte, kommerzielle Agenda verfolgt, muss Swiss-Ski die Interessen der heimischen Athleten und des engagierten Publikums wahren. Diese Divergenz könnte die Vertrautheit und Unterstützung der Mitglieder von Swiss-Ski gegenüber einem Kandidaten, der aus einem anderen Umfeld kommt, erheblich beeinflussen.

Ein weiterer entscheidender Aspekt ist der Einfluss von Eliaschs bereits bestehenden Verbindungen und Strategien. In den letzten Jahren hat es in der Ski-Welt zahlreiche Veränderungen gegeben, die teilweise auf eine gewisse Abkehr von traditionellen Werten hindeuten. Swiss-Ski könnte besorgt sein, dass eine Zugehörigkeit zu Eliasch in der FIS zu einem Verlust identitätsstiftender Werte führen könnte, die für den Schweizer Ski-Sport von zentraler Bedeutung sind.

Zudem ist die Frage der Vertrauenswürdigkeit und der Führungsquellen ausschlaggebend. Ohne ein starkes Vertrauen in die Fähigkeit und Integrität von Eliasch, die Bedürfnisse von Swiss-Ski zu vertreten, werden Mitglieder der Organisation zögern, ihn als Präsidenten zu wählen. Die Herausforderung besteht darin, dass die Entscheidungsträger in der Schweiz möglicherweise die Begeisterung der internationalen Gemeinschaft für Eliasch nicht teilen und daher andere Kriterien für die Wahl anlegen.

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